Was soll ich zum Unterricht anziehen?

Am besten eignen sich kurze Hose und T-Shirt. Leggins und T-Shirt gehen auch, weite Kleidung ist eher hinderlich. Ansonsten barfuß und möglichst keine weiteren Kleidungsstücke/Accessoires.

Muss ich irgendetwas mitbringen?

Im Raum sind Matten und Yoga-Hilfsmittel in ausreichender Zahl vorhanden. Wer möchte, darf aber auch seine eigene Yogamatte mitbringen.

Kann ich noch was essen kurz vor der Yogastunde?

Am besten übt es sich mit leerem Magen. Nach einer Hauptmahlzeit sollten mindestens 2-3 Stunden vergehen, nach einer leichten Mahlzeit mindestens 1 Stunde. Bei Bedarf kann man eine Tasse Tee/Kaffee vor dem Üben trinken. Nach dem Üben ist ein Glas (lauwarmes) Wasser gut, um die reinigende Wirkung der Praxis zu unterstützen. Warte mit dem Essen nach dem Üben noch eine halbe Stunde.

Muss ich jung und sportlich sein, um mit Yoga zu beginnen?

Nein. Unabhängig von Alter und sportlicher Konstitution kann jederzeit mit Yoga begonnen werden. Über schwerwiegende Gesundheitsstörungen sollten Sie vorab mit mir telefonieren, um zu entscheiden, ob eine Teilnahme möglich ist. Andere Probleme oder Zustände (auch Menstruation) sollten Sie mir vor Unterrichtsbeginn mitteilen. Ich bin darin geübt, mit den häufigsten Alltagsbeschwerden ("einfachen" Knie-, Rücken-, Nacken- oder Kopfschmerzen, leichtem, medikamentös eingestelltem Bluthochdruck u.a.m.) umzugehen. Yoga in den Kursen bedeutet aber für solche Probleme keine spezifische Therapie. Diese müssen Sie bei Ihrem Arzt oder Heilpraktiker suchen. Bei vorhanden Problemen suche ich mit Ihnen gemeinsam nach Wegen, wie Sie risikoarm eine möglichst normale und umfassende Yoga-Praxis entwickeln können.

Was, wenn ich die Yoga-Haltungen, die unterrichtet werden, nicht kann?

Im Iyengar Yoga geht es nicht um Wettbewerb. Jede Haltung kann z.B mit entsprechendem Hilfsmitteleinsatz an die Bedürfnisse der Übenden angepasst werden, sodass jeder Mensch Kraft, Flexibilität und Kontrolle darin erlangen kann.

Was, wenn ich mit meinen Fingern nicht einmal meine Zehen/Knie berühren kann?

Flexibilität entwickelt sich mit der Zeit – Geduld!

Ab wann kann ich die Yoga-Übungen zu Hause allein machen?

Nach etwa einem halben Jahr Yoga-Unterricht empfiehlt es sich, auch zu Hause langsam eine eigene Übungspraxis aufzubauen. Auf diesem Merkblatt findest du ein paar grundlegende Tipps und Hinweise für das selbstständige Üben zuhause sowie eine einfache Übungssquenz für AnfängerInnen.

Kann man sich beim Yoga verletzen?

Iyengar Yoga ist eine kraftvolle und transformierende körperliche Übungspraxis, bei der man sich grundsätzlich genauso verletzen kann wie beim Joggen, beim Tennis oder anderen Trainingsprogrammen. Verantwortlich dafür sind oft Muskeln und Gewebe, die durch zu wenig Belastung (z. B. durch tägliches stundenlanges Sitzen) schwach, steif oder spröde geworden sind. Um Verletzungen möglichst zu vermeiden, zielt man beim Iyengar Yoga darauf, derartige Schwachstellen durch Exaktheit und präzise Impulse in den Haltungen zu kräftigen und neu zu beleben. Während es dabei von großer Bedeutung ist, die eigenen Grenzen zu spüren und respektieren, lernen Sie auch, diese Grenzen beständig auszudehnen, um sich ihr volles Bewegungsspektrum nach und nach zurückzuerobern. 

Kann ich während der Schwangerschaft Yoga üben?

Das Üben von Iyengar Yoga während der Schwangerschaft kann die harmonische Entwicklung des neuen Lebens im Mutterleib grundsätzlich unterstützen und das Wohlbefinden der Schwangeren verbessern. Wenn du bereits Erfahrung in Iyengar Yoga besitzt, kannst du während der Schwangerschaft im normalen Kurs weiterüben. Solltest du bereits schwanger sein und ganz neu mit Yoga beginnen wollen, ist ein spezieller Schwangerenkurs besser geeignet. Das Gleiche gilt, wenn Komplikationen oder Risiken in der Schwangerschaft bestehen. Lasse dir in solchen Fällen eine/n Senior-Iyengar-Yoga-Lehrer/in empfehlen. Außerdem sollte die Teilnahme an einem körperlichen Übungsprogramm grundsätzlich mit der betreuenden Frauenärztin oder Hebamme abgeklärt werden.

Wichtige Regeln zur Yogapraxis während der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft solltest du das Springen in die Haltungen sowie alle ruckartigen und/oder unkontrollierten Bewegungen vermeiden. Übe ruhig und sanft, um Stress und Anspannung zu vermeiden. Atme in jeder Haltung entspannt und natürlich. Du solltest dich während der gesamten Übungsdauer wohl fühlen! Umkehrhaltungen wie Kopfstand und Schulterstand können sich positiv auf den Verlauf der Schwangerschaft auswirken, aber nur wenn sie bereits vorher erlernt wurden und sicher beherrscht werden. In den Stehhaltungen solltest du dich nicht überanstrengen. Stehe ggf. mit dem Rücken an der Wand und lasse die Hände am Becken, statt die Arme hochzustrecken. Unbedingt vermeiden solltest du Asanas, die …

  • auf dem Bauch liegend ausgeführt werden (z.B. einfache Rückbeugen wie Dhanurasana und Salabhasana)

  • den Bauch einengen oder zusammendrücken (z.B. „geschlossene“ Drehhaltungen wie Parivrtta Trikonasana und Maricyasana III, in denen der Bauch zum Bein hin gedreht wird, und vollständige Vorwärtsbeugen wie Pascimottanasana, bei denen der Kopf nach unten zu den Beinen geführt wird)

  • den Unterleib unter Spannung oder Druck setzen (z.B. Bauchhaltungen wie Ardha Navasana, Urdhva Prasarita Padasana)

  • als besonders anstrengend empfunden werden, das Atmen schwer machen, das Herz belasten, Unwohlsein bewirken und/oder ein Gefühl der Schwere im Unterleib verursachen (kann von Frau zu Frau unterschiedlich sein)

(Diese Infos zur Yogapraxis während der Schwangerschaft als pdf)

Welche Yoga-Literatur ist für den Anfang zu empfehlen?

Yoga in Bewegung (Geeta S. Iyengar), Das Yoga-Handbuch nach der Iyengar-Methode (Silva, Mira & Shyam Mehta), Yogaübungssequenzen (Annette Herrenleben) und der Klassiker Licht auf Yoga (B.K.S. Iyengar)

Spielt Religion eine Rolle beim Yoga?

Menschen mit den unterschiedlichsten religiösen Hintergründen üben Iyengar-Yoga. Im Unterricht wird keine religiöse Sichtweise vermittelt. Viele Aspekte des Yoga haben jedoch einen hinduistischen Hintergrund und es kann vorkommen, dass während des Unterrichts auf die Ursprünge mancher Ideen Bezug genommen wird oder dass die Namen der Yoga-Haltungen mit ihrem hinduistischen Hintergrund erklärt werden. Schließlich ist Yoga nicht nur ein körperliches Trainingsprogramm, sondern eine Bewusstseinsschulung, die uns lehrt, die Aufmerksamkeit auf den eigenen Körper und den eigenen Atem zu richten. Dabei geht es darum, den gegenwärtigen Moment bewusst zu erleben, ohne das störende Gedanken dazwischentreten. Diese Herangehensweise soll eine Form von gelebter Spiritualität eröffnen, die weitestgehend ohne religiöse oder esoterische Konzepte auskommt, dem Leben aber durchaus mehr Bedeutung und einen tieferen Sinn verleihen kann.